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hobby-funk.net > Einstieger > Alternativen zum Hobbyfunk
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Diese Funkmodule arbeiten nach dem selben Standard wie die modernen DECT-Schnurlosetelefone. Sie senden im 16cm Band mit einer mittleren Leistung von 10mW pro Kanal. Die maximale Übertragungsrate beträgt 115 kBit/s bei einer Ping-Zeit von ca. 70 ms. Die Geräte erlauben nur eine Punkt-zu-Punkt Verbindung zwischen zwei Teilnehmern. Sind zwei Funkmodule miteinander verbunden, so verhalten sie sich wie ein drahtloses Nullmodemkabel. Der Anschluß erfolgt also an die serielle Schnittstelle des Computers. Mit modifizierten Antennen lässt sich eine Reichweite von bis zu 7km auf Sichtweite erreichen. Der Preis liegt pro Modul bei ca. 100 Euro. Für diesen Preis erhält man allerdings auch schon die deutlich schnelleren WLAN-Karten. Dennoch haben die Gigaset-Module einen Vorteil: Wohnt man z.B. im Erdgeschoß, so kann man wegen des zu langen Kabels keine externe WLAN-Antenne auf das Dach stellen. Die Dämpfung des Kabels wäre einfach zu hoch. Man kann allerdings ohne Probleme eine Gigaset-Modul auf den Dachboden stellen, die Verbindung zum Computer erfolgt seriell und kann bei gutem Kabel ohne Probleme über 25m lang sein. Der Einsatz für Hobbyfunkzwecke ist durchaus sinnvoll, als Alternative zum WLAN. Die Übertragungsgeschwindigkeit reicht vollkommen zum Teilen einer Flatrate oder zum Chatten per Sound und Video. Die Funkmodule sind relativ günstig bei ebay erhältlich.
Diese Telefone arbeiten noch analog im 900 MHz Bereich, sie sind also mit einem gewöhnlichem Scannerempfänger abhörbar. Die Reichweite ist höher als die der heutigen DECT Systeme, dafür gibt es aber auch keine Repeater. Telefone, die über eine Rücksprechfunktion oder einen Ruf von Hörer zu Hörer verfügen, sind im Hobbyfunkbereich für die Punkt-zu-Punkt Kommunikation einsetzbar. So kann man wenigstens mit einem Freund rund um die Uhr ohne Kosten sprechen. Ist die Entfernung nicht allzu groß, sollte man allerdings die zugelassenen und vor allem abhörsicheren DECT Geräte verwenden. Sollen jedoch größere Entfernungen überbrückt werden, oder besteht keine direkte Sichtverbindung, so sind die alten 900 MHz Telefone eine gute und preiswerte Alternative. Man sollte beim Kauf jedoch auf eine Intercom-Funktion von Hörer zu Basisstation achten.
Zwar bieten sie weniger Reichweite als die alten 900 MHz Geräte, sind dafür aber nicht abhörbar und mit sogenannten Repeatern erweiterbar. Schliesst man an die Basisstation jeweils zwei Repeater an und begibt sich mit den Hörern an das Ende deren Reichweite, so hat man eine Funkverbindung über mehr als 2km. Es kann zwar immer nur zu zweit gesprochen werden, allerdings ist es möglich mehrere Hörer anzumelden und diiese auf Wunsch anzurufen. Die Basisstation braucht dabei nicht an das Telefonnetz angeschlossen sein, sondern könnte z.B. zur Erhöhung der Reichweite auf dem Dach stehen. Weiterhin kann man zwei Hörer im Walkie-Talkie Modus auch direkt ohne Basisstation verbinden. Hier beträgt die Reichweite allerdings nur 300m. Das ist meist schon zu wenig, um beispielsweise in zwei hintereinanderfahrenden Autos Kontakt zu halten. Mit der Basisstation und Repeatern kann man allerdings eine abhörsichere, kostenlose Sprachverbindung quer durch eine (Klein-)stadt aufbauen. Leider liegen die Preise für DECT-Telefone noch relativ hoch.
Sie arbeiten im 2.4GHz Band mit einer ähnlichen Sendeleistung wie WLAN-Systeme. Die Übertragung erfolgt analog und ist deswegen nicht abhörsicher. Zum Abhören dieser Videolinks werden sogenannte Videoscanner angeboten, die jedoch erheblich teuerer sind als ein neuer Satz dieser Geräte. Gewöhnlich bieten die Geräte vier verfügbare Kanäle. Ein Wechsel ist zum Beispiel nötig, wenn ein Kanal bereits durch andere Funkanwendungen in diesem Bereich belegt ist. Unter anderem können WLANs die Bildqualität erheblich stören, dann ist der Wechsel auf einen anderen Kanal nötig. Die Reichweite ist aufgrund der geringen Sendeleistung und der hohen benötigten Bandbreite für ein bewegtes Videobild relativ gering. Wer ein kostenloses Bildtelefon möchte, sollte lieber zum WLAN und einer digitalen Videochatlösung greifen. Wer allerdings sehr kostengünstig Bilder im Nahbereich (z.B. zu einem Freund, der in der gleichen Straße wohnt) übertragen möchte, kann mit so einem Gerätesatz billig einsteigen.
Alle diese vorgestellten Funkanwendungen erreichen natürlich niemals die Reichweite eines Hobbyfunkgeräts. Selbst die Nahbereichsgeräte für PMR446 reichen viel weiter, vom CB-Funk im 11m Band ganz zu schweigen. Aber nicht immer möchte man in eine andere Stadt funken. Wohnt der Funkpartner nur ein paar Strassen weiter, so ist es eigentlich viel zu schade, immer das teure Telefon zu benutzen, nur weil man sich etwas zu sagen hat, das nicht jeder im Umkreis von 50km mitbekommen soll. Ausserdem bieten diese Funkanwendungen einige Eigenschaften die man im Hobbyfunk normalerweise nicht findet, wie Abhörsicherheit, schneller Datenfunk und Bildübertragung. Auf jeden Fall lohnt sich ein genauerer Blick auf diese Geräte.
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