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Stecker richtig anlöten

Text teilweise von DL3AWK

Funkamateur im DARC





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Gute Verbindungen

BNC-SteckerFür Experten ist es eine Kleinigkeit, Anfänger haben aber durchaus ihre Probleme damit: Dem Konfektionieren von Verbindungkabeln und der Auswahl und Montage von Steckern. Deshalb wollen wir im folgenden die im Hobbyfunk verwendeten Stecker und Kabel vorstellen und Tipps zur Montage geben.

Es gibt eine ganze Reihe von Steckverbindertypen, die der Funker benutzen kann. Der älteste Typ ist der vor allem im Kurzwellenbereich benutzte PL-Stecker. Er ist etwa 1935 aus dem bekannten 4mm-Bananenstecker hervorgegangen. Da damals jede Frequenz oberhalb etwa 30 MHz bereits UHF genannt wurde, hat sich der Name "UHF-Stecker" bis heute erhalten. Die maximale obere Frequenz dieses Steckverbinders liegt bei etwa 170 MHz. Da er keinen definierten Wellenwiderstand besitzt, ist er für Anwendungen im UKW-Bereich aber nur bedingt zu empfehlen. Bei der Verarbeitung dieses Typs ist besonders auf die erhebliche Empfindlichkeit gegen zu hohe Temperaturen zu achten, welche auf dem meist als Isolierung benutzten thermoplastischen Kunststoffen beruht. Auf jeden Fall kurz löten und möglichst ein altes Gegenstück als Zentrierung und Halterung aufschrauben! Übrigens haben sich als besonders "stoßstellenbehaftet" die Winkelstücke und T-Stücke in PL-Norm herausgestellt. Hier gibt es Billigprodukte, die bereits bei 30 MHz unbrauchbar sind.


Die Steckverbinder nach N-Norm entsprechen in der Größe denen der PL-Norm. Allerdings besitzen sie einen definierten Wellenwiderstand und eine zweite Abschirmung. Deshalb ist N-Norm die geeignete für Frequenzen bis mehrere GHz und höhere Sendeleistungen. N-Stecker werden meist mit hochwertigen Dielektrika gefertigt und sind dadurch wesentlich teuerer als PL-Stecker. Ihre guten Eigenschaften machen diesen Nachteil aber mehr als wett. Beim Kauf sollte man beachten, dass es für verschiedene Kabeldurchmesser (bis zu mehreren cm!) unterschiedliche Ausführungen gibt.

BNC-Steckverbinder sind besonders in der Meßtechnik verbreitet. Sie sind bei Frequenzen bis etwa 3 GHz bei kleinen Leistungen nutzbar. Gleiche Größe und inneren Aufbau, aber einen Überwurf mit Schraubgewinde besitzen die Steckverbinder der T-Norm. Letztere haben zusätzlich den Vorteil etwas besserer und vor allem konstanter Übergangswerte. Sie werden vor allem in der Mobilfunktechnik angewendet.

Als letztes sollen noch die Steckverbinder der F-Norm erwähnt werden. Sie sind in den USA in der Fernsehtechnik populär geworden und mit der Satellitentechnik auch nach Europa gelangt. Anwendungsbereich sind Frequenzen bis 2 GHz und kleine Leistungen. Für Hobbyfunkzwecke stört vor allem der mechanisch wenig beanspruchbare Aufbau, da es sich eigentlich mehr um eine Schraubhülle für das Kabelende als um einen Stecker handelt.

Die hier wichtigen Stecker (BNC, N und PL) gibt es für jede Art von Koaxialkabel. Die Auswahl des richtigen Kabels soll jedoch Gegenstand eines eigenen Artikels sein. Eine Übersicht über die gebräuchlichsten Kabeltypen im Hobbyfunk findet sich in unserem Resourcencenter.

 

Steckermontage


Bei der Montage von HF-Steckern ist äußerste Sorgfalt angesagt. Jedes "in der Luft hängende" Drähtchen des Abschirmgeflechts kann nicht nur zu Kurzschlüssen oder Überschlägen im Stecker führen, sondern auch die Dämpfungswerte des Steckverbinders verschlechtern. Im folgenden wird auf einigen Bildern die Montage einiger weitverbreiteter Steckertypen gezeigt. Noch ein Hinweis zu doppelt geschirmten Kabeln. Hier sollte die äußere Schirmung zur Vermeidung von Induktionsschleifen nur an einem Kabelende angeschlossen werden. Ansonsten löst sich der Effekt, den die doppelte Schirmung bringen soll, in Nichts auf !

Montage von PL-Steckern

PL-Stecker

Bei PL-Steckern gibt es mehrere verschiedene Ausführungen. In den meisten Fällen wird der Kabelmantel auf eine Länge von etwa 30 mm entfernt. Der Innenleiter wird auf ca 20 mm Länge abisoliert und leicht verdrillt. Danach wird die Schirmung nach hinten über den Kabelmantel umgeschlagen. Das Kabelende wird vorsichtig bis zum Anschlag in das Steckergehäuse eingedreht. Dabei darf sich der Innenleiter nicht entdrillen!. Eventuell müssen die abisolierten Längen noch etwas korrigiert werden. Im Anschluß wird der aus dem Steckerstift ragende Innenleiter direkt am Stift abgeschnitten und schnell verlötet. Bei Steckerkörpern mit seitlichen Bohrungen kann man 2 Zöpfe aus der Schirmung drehen und verzinnen. Diese werden durch die seitlichen Bohrungen gefädelt (Pinzette!) und dann verlötet. Dieser Vorgang setzt allerdings eine gute Vorbehandlung der späteren Lötstellen vorraus - Nickel lässt sich nur ganz schlecht löten! Bei PL-Stecker mit einem Schraubeinsatz kann die Schirmung nach entsprechendem Kürzen über diesen umgeschlagen und verlötet werden. Diese Arbeit muss sehr schnell gehen, um das Kabel nicht thermisch zu beschädigen. Eventuell muss nach dem Verlöten mit der Feile wieder etwas nachgearbeitet werden, damit der Schraubverschluß sich wieder in das Steckergehäuse drehen lässt. Alles in allem eine etwas "kitzlige" Angelegenheit - auf jeden Fall im Nachhinein mit Durchgangsprüfer auf Kurzschlüsse prüfen!.

 

Das Schwierigste kommt noch: So löten Sie BNC- und N-Stecker! Weiter>>