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hobby-funk.net > Sprechfunk > PMR-Gerätetest
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Am Funkabend folgte der Härtetest: drei Mitglieder verteilten sich im Kraichgauer Hügelland rund um das malerische Dörfchen Weingarten auf die diversen bekannten Funkerhügel. Als Referenzgeräte hatte Marko, auf dem mittleren Hügel auf ca. 250 m üNN, eine Cobra MT220 und ein Team Mico-446 dabei sowie das auf den PMR-Frequenzen empfangsbereite Amateurhandfunkgerät mit Magnetantenne. Heiko auf dem nördlicheren Hügel auf ca. 265 m üNN hatte das beliebte Alan 456 dabei. Christian auf dem südlichsten Standort, ebenfalls ca. 250 m üNN, war nur mit dem TwinTalker „bewaffnet". Die Abstände der Hügel zueinander betrugen: Heiko - Christian ca. 6,6 km, Heiko - Marko ca. 3,45 km und Marko - Christian ca. 3,2 km. Die Standorte haben Sichtverbindung zueinander. Die Test förderten bemerkenswerte Resultate zutage. So war die Verständigung auf der längeren Achse besser als zu Marko in der Mitte, obwohl der die bessere Sichtverbindung hatte. Allgemein jedoch schlugen sich alle PMR-Gerätchen wacker auf den Entfernungen. Modulationstechnisch vorne: das preiswerte Cobra-Gerät mit einer recht natürlichen, kräftigen Modulation. Knapp dahinter, nur ein wenig leiser das TwinTalker. Klares Schlusslicht das Team mit einer leisen, recht dünnen Klangfarbe. Auch das Alan findet sich hier nur im Mittelfeld wieder. Dessen Stärken: Sender und Empfänger. Das Alan brachte immer ein etwas weniger verrauschtes Signal als das Mitbewerberfeld. Auch der Empfänger überzeugte mit hoher Empfindlichkeit. Die anderen Geräte bewegten sich auf etwas niedrigerem, ungefähr gleichem Niveau, aber immer etwas schlechter als das Alan. Nervig hingegen der - gottseidank abschaltbare - Alan-Rogerpiep. Ein Verbrechen, diese Komposition! Ein weiterer Test mit den gleichen Standorten wurde in der Woche danach durchgeführt. Mit dabei: die neuen PMR/LPD-Kombinationsgeräte XLP-77 von dnt bei Heiko bzw. Marko sowie das Conrad Pocket Comm Double bei Christian. Beim XLP-77 begeisterten die optimalen Sende- und Empfangseigenschaften sowie eine hervorragende Modulation. Auch Verarbeitung und Optik liegen auf höchstem Niveau, dnt und Topcom spielen hier klar die Vorreiterrolle. Das billigere Conrad-Gerät macht keinen Hehl daraus, daß der Rotstift angesetzt wurde: Einfache lackierte Kunststoffe, ein klapperig wirkender Batteriefachdeckel sowie die sehr leise, ja dünne Modulation lassen das Kombigerät weit abfallen. Auch die etwas umständliche Bedienung mit nur vier Tasten gefällt weniger. Angenehm jedoch das Grafikdisplay und der zurückhaltende Ein-Ton-Roger-Beep. Die Vox ist in vier Stufen einstellbar und ist in der empfindlichsten Stufe babyphontauglich. Auch ein LPD-Test durfte nicht fehlen. Es waren Verbindungen zwischen den Standorten möglich, wenn auch unter Schwierigkeiten. Die kurzen Distanzen konnten brauchbar, die längere nur mit offener Rauschsperre unter Anstrengung bewältigt werden. Hauptanwendung der Kombigeräte dürfte der PMR-Bereich sein.
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