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Verhältnisse in dB - Grundlagen für Einsteiger

Von Marco Brandt

Redakteur





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In der Praxis

Natürlich braucht man nicht die ganzen Mathematischen Grundlagen im Kopf zu haben, um praktisch mit Verstärkungen und Dämpfungen zu rechnen. Es genügt, wenn man die wichtigsten Kennwerte der folgenden Tabelle kennt:

 
dB
U2/U1
P2/P1
- 20
1/10
1/100
- 10
1/Wurzel 10
1/10
- 6
1/2
1/4
- 3
1/Wurzel 2
1/2
0
1
1
+ 3
Wurzel 2
2
+ 6
2
4
+ 1ß
Wurzel 10
10
+ 20 
10
100

Wie zu erkennen ist, ist das Leistungsverhältnis (rechts) immer das Quadrat des Spannungsverhältnisses (links).

Zum Abschluß ein Beispiel

Eine Vervierfachung der Leistung entspricht also 6dB; das ist genau eine S-Stufe! Will man bei der Empfangsstation um 2 Stufen stärker ankommen, so muß die Leistung um 6+6=12 dB erhöht werden. Dies entspricht der 16-fachen Leistung!

Ebenso kann die effektive Strahlungsleistung einer Sendeanlage durch den Antennengewinn erhöht werden. Hat eine Antenne z.B. 10dB Gewinn gegenüber einem Dipol, so kommt man mit 1W auf dieser Antenne genausogut raus, wie mit 10W auf dem besagten Dipol. Die effektive Strahlungsleistung (ERP) beträgt dann 10W, obwohl der Sender nur 1W Ausgangsleistung hat.

Bei komplexeren Systemen kann man Dämpfung und Verstärkung in dB einfach addieren. Nehmen wir folgendes Beispiel:

Ein Funker hat 4W Ausgangsleistung auf dem Sender. Er hat eine PA mit einer Verstärkung von 10dB, Kabel mit einer Dämpfung von 3dB und eine gute Richtantenne mit 9dB Gewinn. Zusammenaddiert gibt das also 10+9-3=16dB Verstärkung. Aus den 4W werden also 160W ERP (10dB = mal 10, 6 dB = mal 4, also mal 40)