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hobby-funk.net > Technik > Magnetische Antenne für 11m (CB-Funk)

Datenfunk





Magnetische Antenne für das 11m Band

Von Marco Brandt

Redakteur





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Magnetische Antenne
Eine runde Sache...

Ein 18 jähriger CB-Funker berichtet von den Problemen in seinem Bekanntenkreis mit grossen CB-Funk Antennen:

Viele wohnen noch bei ihren Eltern oder in einer WG. Die können keine Kabel durchs Haus ziehen und lange Antennen aufs Dach stellen. Viele haben noch nicht einmal einen Antennenmasten (wegen Kabel-TV) und auch keinen Balkon. -"Komme ich dann damit bis zu meinem Kumpel in XY?" -"Unter Umständen mit ner guten Antenne, die wäre so mindestens 5,50m lang" -"Und wo soll ich die lassen?" Schön, das wars dann! [...]

Gibt es eigentliche magnetische Antennen für 11m?

128 Hubi

Selbstverständlich gibt es die. Magnetische Antennen sind vor allem in den Kurzwellenbereichen von 80m-10m sehr sinnvoll. Sie funktionieren zwar technisch auch auf UKW-Bändern, werden dort aber nicht benötigt, da Hochleistungsantennen dort nicht so groß sind wie auf Kurzwelle.

Von der Antennenleistung her sind magnetische Antennen nicht ganz so gut wie Hochantennen, dafür aber auch wesentlich besser handzuhaben. Sie sind rund aufgebaut und erscheinen deswegen nicht so gross wie eine ausgestreckte Vertikalantenne. Der Durchmesser des Ringes beträgt im 11m-Band des CB-Funks ca. 80cm.

extrem schmalbandig

Eine besondere Eigenschaft der magnetischen Antennen ist ihre Schmalbandigkeit. Bei einer Hochantenne ist man froh, wenn man über die gesamten 80 (oder mehr) Kanäle eine vernünftige Anpassung erziehlt und ein geringer SWR hat. Die magnetische Antenne dagegen ist je nach Güte nur auf 2-5 CB-Kanälen nutzbar. Ausserhalb dieses Bereichs steigt das Stehwellenverhältnis (SWR) stark an und auch der Empfang ist beeinträchtigt. Dies kann ohne weiteres 2-3 S-Stufen, also über 10 dB in der Signalstärke ausmachen. Die Antenne muß immer auf den Betriebskanal abgestimmt werden. Bei einem Kanalwechsel ohne Neuabstimmung ist die Antenne nicht mehr optimal.

Kondensator Die Abstimmung erfolgt über einen Drehkondensator. Dabei muss man recht feinfühlig vorgehen, da schon eine halbe Drehung die Resonanz um über ein Megaherz verstellt. Dies sind immerhin 100 CB-Kanäle. Am bessten findet man den Resonanzbereich, indem man einen Träger sendet und das SWR auf diesem Kanal beobachtet. Nun dreht man an dem Kondensator, bis es ein Minimum erreicht. Ist die Antenne nicht in Reichweite, so muss man dies zu zweit erledigen. Wer es nicht so genau nimmt, kann auch eine Glimmlampe, wie hier im Bild, als Abstimmhilfe benutzen. Man stellt einen Träger und dreht solange am Kondensator, bis die Lampe möglichst hell leuchtet. Bei Kanalwechseln im näheren Bereich (2-3 Kanäle) reicht es meist, den Abstimmstab leicht nach links oder rechts zu bewegen. Wichtige Frequenzen können ausserdem markiert werden.

Welchen Vorteil bietet die Schmalbandigkeit?
Wer laufend über die Kanäle dreht, wird keine Freude an der magnetischen Antenne haben. Wer allerdings oft auf einem "Hauskanal" standby ist, dem hilft die Selektivität der Antenne, Störungen von starken Stationen auf anderen Kanälen auszublenden. Somit ist sie auch optimal für Packet-Radio, um z.B. die Störungen durch eigenen Sprechfunkbetrieb auf einem anderen Kanal zu mindern. 10dB können dabei schon eine Menge ausmachen. Eine sauber abgestimmte magnetische Antenne verringert auch die eigenen störenden Aussendungen und verhindert somit z.B. Fernsehstörungen.

Nachteile

Ein Nachteil wurde bereits genannt, die Antenne funktioniert nur auf 2-3 Kanälen und muß sonst neu abgestimmt werden. Ein weitere Nachteil ist, dass es sich bei den einfachen Konstruktionen um eine "Schönwetterantenne" handelt. Am Kondensator können nämlich Spannungen bis zu 500V anliegen, auch schon bei normalen 4W Sendeleistung. (Die Glimmlampe leuchtet eben nicht ohne Grund). Vor allem, wer eine erhöhte Sendeleistung benutzt, sollte den Kondensator also tunlichst nicht berühren.

Gerät Wasser zwischen die Platten des Kondensators (z.B. durch Regen oder Tau), so gibt das einen Kurzschluss: Die Antenne funktioniert nicht mehr richtig, die Signalwerte sind viel schwächer als normal. Leider hält sich das Wasser auch sehr gerne noch nach dem Regen in den Platten des Kondensators und trocknet nur langsam. Für den Ausseneinsatz sollte solch eine Antenne also wetterfest gemacht werden.


Wie baut man eine solche Antenne? Weiter>>